Dienstag, 7. April 2015

Das Leben rennt – und ich renne mit



Kennt ihr das auch?
Dieses unglaubliche Gefühl das man viel zu wenig Zeit hat und viel zu viele Dinge die man tun möchte/muss?
Also ich kann ein Lied davon singen und zwar ein ganz lautes ^.^
Ich lebe noch und ich liebe noch immer meine Traumstadt.
Mein Hafen, mein Anlegepunkt ohne dass ich es je geahnt hätte.
Wie viele schlechte Momente wären mir erspart geblieben wenn ich nur einmal darauf gehört hätte?
Wie viele kostbare Augenblicke mag ich wohl verpasst haben?
Aber nein, so kann und darf ich nicht denken. Wiesbaden/Mainz hatte auch irgendwie seinen Zweck erfüllt.
Ich bin gereift, erwachsen geworden, ich weiß was ich kann und ich weiß was ich will.
Ich weiß genauso gut was ich nicht will – und ich weiß dass ich es Wert bin.
Ich bin ziemlich zufrieden hier, ich knüpfe hier wunderbare Kontakte (und habe fest stellen müssen, das man schnell „verlernt“ harten Alkohol zu vertragen *haha*) die mir bereits jetzt sehr ans Herz gewachsen sind.
Ich freue mich meinen Großvater zu sehen, ich freue mich generell die Familie zu sehen. Ich telefoniere sogar ohne Probleme mit meiner Großmutter.
Es ist anders als erwartet, kein Weltuntergang für mich meine Eltern so selten zu sehen.
Natürlich ist das Wissen, das sie so weit weg sind, nicht gerade schön – aber das gute überwiegt.
Dieses wundervolle Gefühl in meinem Körper ANGEKOMMEN zu sein.
Ich hatte heute meine Zwischengespräch (im Juni ist ja die Probezeit überstanden) und na ja, sie finden mich toll ^.^ also so wirklich ALLES. Klar sie sagen ich habe einen gänzlich anderen Charakter als die Berliner und wirke manchmal etwas verschlossen (vor allem morgens während der Übergabe am Frühstückstisch) aber man kann sich stets auf mich verlassen. Ich mach meine Arbeit gut und gewissenhaft, ich setze Prioritäten und bin extrem Hilfsbereit. Einziges Manko: Ich soll mir gefälligst auch mal helfen lassen *hihi* Okay, daran wird gearbeitet =)
Das Team ist natürlich noch immer spitze, die Patienten auch.
Gab es früher Tage auf den anderen Stationen bei denen ich dachte: „ nein, heute ist ein scheiß tag“ und dementsprechend auch drein geschaut habe – so ist es heute anders. Ja, es gibt Scheiß Tage – erst letzte Woche habe ich mich einem gebrauchten Butterfly( zum Blutentnehmen) gestochen. Das war ein schrecklicher Tag, denn hier gibt es nicht diese wunderbaren HIV Schnelltests für mein Blut und das Blut des Patienten. Aber egal, die Ungewissheit wirft mich nicht um (zumal im normalen Labor ja schon ersichtlich ist das der Patient nichts Ansteckendes hat, dennoch muss ich jetzt noch dreimal zum D-Arzt rennen) – eigentlich habe ich das mit dem Stechen schon ziemlich gut wieder vergessen ^.^ Es kam mir nur eben gerade beim schreiben *hihi*
Ich fühle mich relativ gut. Klar gibt es Momente in denen ich vor dem Spiegel stehe und mich nicht ansehen mag, natürlich bin ich noch immer zu dick und ärgere mich tierisch über meinen Kleiderschrank. Weil die eine Hälfte zu groß ist und die andere Hälfte zu klein und ich gefühlt nur 7 Oberteile habe die wie angegossen sitzen ^.^
Klar, ich hab noch immer Probleme mit dem richtig eingestellt sein mit der Schilddrüse – doch meine Stimmungsschwankungen haben enorm abgenommen. Einziges wirkliches Problem ist eher das Gefühl das mir ständig kalt ist (inkl. Sehr kalter Finger und Füße) sowie Wadenkrämpfe (egal bei wieviel Magnesium, hatte zwischenzeitlich Magnesium Dosen intus die mir die Nebenwirkung beschert haben aber die Krämpfe waren weiter da) und dann natürlich der miese Stoffwechsel.
Ich schwanke weiterhin auf demselben Gewicht hin und her. Pendel zwischen Ü90 und U90 – aber egal. Ich mache trotzdem weiter Sport allen voran Sit-ups für den Bauch.
Ich hoffe morgen daran zu denken bei dem Endokrinologen Zentrum in Wilmersdorf anzurufen damit ich mich nicht mehr raus reden kann (zumal ja so ein Termin gefühlte 100 Jahre dauert und ich auch noch meine alte Arzt Akte anfordern muss).
Also alles im allem läuft es hier sehr Rund.
Langsam spielt ja auch das Wetter mehr und mehr mit.
Da macht Berlin und Umgebung fast noch etwas mehr spaß ^.^
Salia ist hier schon so heimisch das sie inzwischen selbst vor Besuch nur noch bedingt Schiss hat ^.^
Ich bin glücklich.
Oh Gott – ich hatte ganz vergessen WIE es sich anfühlt.
Das Glücklich sein.
Irgendwie warte ich stets darauf das jeden Augenblick etwas ganz schlimmes passiert, weil ich das Gefühl habe nie wirklich ganz glücklich gewesen zu sein.
Aber es passiert nichts, deswegen habe ich aufgehört auf das „Unheil“ zu warten und mache aus meinem kurzen Leben das Beste.
Jetzt fragen sich vielleicht einige – und was macht die Liebe?
Sagen wir es mal so,
ich schreibe mit einigen sehr interessanten sehr netten Herren. Ich habe schon einige Interessante und nette Herren getroffen.
Das erste Mal seit Jahren hatte ich das echte Gefühl, begehrenswert zu sein. Wertvoll zu sein.
Es ist seltsam, wenn man sich Jahre lang so wenig Leiden konnte ( und kann) und dann dort vier Jahre ein Person war, die einen zwar gesagt hat man wäre schön – aber man es nie gespürt hat das er das auch so meinte. Und dann trifft man immer wieder auf so interessante Männer bei denen man es SPÜRT. Die keine Abgedroschenen doofen Sprüche von sich geben – sondern NACHDENKEN bevor sie etwas sagen.
Es ist einfach irgendwie anders hier in Berlin, klar gibt’s hier auch viele Idioten (und ich hatte auch schon das Vergnügen von denen welche beim Tanzen gehen zu treffen) aber ich habe das Glück irgendwie nur die „guten“ zu erwischen. Die interessanten, die mit Jobs, mit einem Leben.
Ich denke ich weiß eigentlich genau woran das liegt.
1. Ich bin ebenfalls Erwachsen
2. Ich bin in keiner Beziehung ich blocke also keine Kontakte ab mit dem Gedanken, das ich ja in einer „glücklichen“ Beziehung stecke.
Okay, ich gestehe… ich bin verliebt.
Ich führe keine Beziehung aber ich bin verliebt.
Es ist dieses BOMBASTISCHE Gefühl welches ich schon einmal spüren durfte.
Dieses richtige, ernsthaft verliebt sein.
So Ted Mosby mäßig – versteht ihr?
Ich würde ohne zu zögern ebenfalls dieses blaue Horn klauen gehen – nur das „wir“ kein blaues Horn haben.
Sondern nur uns beide – und das reicht mir auch völlig;)
Ich hab gänzlich vergessen wie es sein kann – wie es ist.
Ich bin so glücklich und das OBWOHL wir weder zusammen sind oder sonst irgendwas.
Ich meine klar, wir schreiben uns eigentlich täglich, und ich denke er mag mich auch (zumindest lassen seine Komplimente und ca. Ziemlich gut darauf schließen) aber (noch?) sind wir kein Paar sondern hängen irgendwie in der Schwebe.
Ich bin ja eigentlich kein „Schwebe“ Mensch – aber es ist okay.
Denn es fühlt sich so gut an.
Gut, nicht immer, gerade wenn er viel zu tun hat oder ich und wir uns somit etwas weniger schreiben – aber ansonsten.
So die meiste Zeit der Tage die ich leben darf – die sind ganz wundervoll.
Glücklich sein, kann so einfach sein – glücklich sein ist eigentlich so einfach.
Ich hoffe irgendwann euch berichten zu dürfen, das ich vielleicht ein klein wenig zur „täglichen“ Begleitung von Mr Kino geworden bin.
Wenn ich nicht Mrs Kino werde – dann werde ich zumindest zu Frau super Glücklich.
Das Leben läuft – und ich laufe mit weil es mir so viel Spaß macht.
Der Blog hier?

Oh, ich weiß es nicht.
Es steckt viel Arbeit hinter jedem Produkttest. Klar ich teste noch immer sehr viele Dinge (seit ich ein halbwegs großes Bad inkl. Wanne habe häuft sich da doch ganz schön viel an) – aber ich habe einfach kaum Zeit sie zu fotografieren und dann einen Bericht zu schreiben. Bzw. fehlt mir etwas die Lust dazu.
Manchmal habe ich Lust aber dann wäre da die Zeit oder das tolle Wetter oder einfach nur die tolle Stadt vor der Haustüre ;) ihr versteht vielleicht?

Aber wisst ihr was toll ist? Ich lese endlich wieder richtig fleißig.
Ich habe vor kurzen Mal meine ungelesenen Bücher gezählt und kam bei 43 an (und es fehlten meine kompletten Kindle Bücher und zwei Pflegebücher) und na ja, jetzt lese ich diese abends nach und nach weg.
Gestern war ein reiner „Lese-Tag“ sowas will ich ab sofort öfters tun. Denn es tut mir gut und macht mich glücklich.
Ich habe gestern zwei Bücher beendet.
1. Erbarmen – Jussi Adler Olsen -> Das Buch hatte ich bereits angefangen d.h. ich brauchte ca. 5 Tage bis ich es durch hatte ( hab noch nebenbei einiges anderes getan als lesen)
2.  Das Schicksal ist ein Mieser Verräter – John Green -> Manchmal, nicht oft aber ab und an, gibt es tatsächlich Bücher die einen Hype erleben und der begründet ist. Ich hätte nicht gedacht das mir eines der von mir Vorverurteilten Bücher gefallen könnte… aber dieses Buch… wow.
Ich dachte das gesamte Buch über ich wäre Gefühlskalt… bis zum letzten Satz… bis zu diesen letzten wunderbaren Worten (wobei es zuvor ja auch schon einige davor gab). Wobei es natürlich nur bedingt ein Roman ist, den man ausgerechnet lesen sollte wenn man auf einer Onkologie arbeitet;)
Jetzt lese ich erst mal wieder Stephen King… mal sehen was ich danach lesen werde;)

Und jetzt? Jetzt lebe ich etwas weiter, getreu dem Motto: „ Baby du siehst gut aus – lass uns Tanzen gehen“ Bakkushan

Liebe Grüße aus dem wundervollen Berlin

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